Eine ganze Familie
Solitär-Varianten
Solitaire ist kein einzelnes Spiel, sondern eine Familie von Patience-Spielen: manche kurz und glücksbetont, manche langsam und vollständig planbar. Der Unterschied liegt selten im Kartenmuster, sondern darin, wo die eigentliche Entscheidung sitzt.
Auf Deutsch
Spielbar mit deutscher Anleitung
Zwei Spiele mit vollständiger deutscher Anleitung und deutscher Bedienung.
Aces Up Solitaire
Aussortier-Patience
Ein schnelles Vier-Stapel-Spiel: Eine offene Karte verschwindet, sobald eine höhere Karte derselben Farbe oben liegt.
Golf Solitaire
Höher-oder-tiefer-Spiel
Eine Kettenpatience, in der jede gespielte Karte genau einen Rang neben der Ablage liegen muss.
Auf Englisch
Weitere Varianten mit englischer Anleitung
Diese Spiele sind vollständig spielbar, die Anleitungen dazu gibt es bisher nur auf Englisch. Die Kartenbilder tragen ohnehin die englischen Buchstaben A, J, Q und K.
Klondike Solitaire
Klassischer Tableau-Aufbau
Der bekannte Klassiker: sieben Spalten, Fundamente nach Farbe und ein Stapel, der die Partie dreht.
FreeCell
Offene Planung
Alle 52 Karten liegen offen. Die vier freien Zellen entscheiden, ob ein Plan elegant oder eng wird.
Spider Solitaire
Sequenz-Spiel
Zwei Decks, zehn Spalten und acht Farbsequenzen, die vollständig werden müssen.
Pyramid Solitaire
Paar-Spiel
Eine Entfernungspatience: zwei offene Karten mit der Summe dreizehn verschwinden gemeinsam.
TriPeaks Solitaire
Höher-oder-tiefer-Spiel
Dieselbe Regel wie Golf, aber die Kette schließt sich zwischen König und Ass zum Ring.
Yukon Solitaire
Offenes Tableau
Ein Tableau-Spiel mit großen Zügen, weil auch ungeordnete Kartenblöcke bewegt werden dürfen.
Canfield Solitaire
Reserve-Spiel
Kompakt, mit einer Reserve von dreizehn Karten und einem Basisrang, den das Geben bestimmt.
Forty Thieves
Zwei-Deck-Aufbau
Streng und lang: zwei Decks, zehn Spalten und Bewegungen von jeweils nur einer Karte.
Scorpion Solitaire
Spider-Verwandter
Ein härteres Tableau-Spiel, in dem eine blockierte Farbe schnell die ganze Auslage festhält.
Die Begriffe
Solitaire, Solitär oder Patience?
Alle drei Wörter bezeichnen dieselbe Spielfamilie, sind aber unterschiedlich eindeutig. Wer online sucht, findet unter „Solitaire“ am meisten, und wer im Kartenspielhandbuch nachschlägt, findet „Patience“.
| Begriff | Gebrauch | Anmerkung |
|---|---|---|
| Solitaire | Am geläufigsten | Durch die Computerspiele der 1990er der verbreitetste Begriff, auch im deutschen Sprachraum. |
| Patience | Klassisch und präzise | Der historische Kartenspielbegriff. Wer Patience sagt, meint fast immer genau diese Spielfamilie. |
| Solitär | Eindeutig nur im Kontext | Wird ebenfalls verwendet, bezeichnet aber auch das Brettspiel mit Steckkegeln und einen einzeln gefassten Edelstein. |
Auf dieser Seite werden die Begriffe gleichbedeutend verwendet. „Patience“ steht dort, wo es um die klassische Kartenspielfamilie geht, „Solitaire“ dort, wo der Name eines Spiels ohnehin englisch ist.
Fünf Grundformen
Wie sich Patience-Spiele voneinander unterscheiden
Eine Variante ist nicht einfach ein anderes Kartenmuster. Sie verschiebt die Frage, die du bei jedem Zug beantwortest — und daran lassen sich die Familien am besten auseinanderhalten.
| Familie | Beispiel | Die Frage bei jedem Zug | Charakter |
|---|---|---|---|
| Aussortieren | Aces Up | Welche Karte darf verschwinden? | Kurz, stark vom Geben abhängig |
| Höher oder tiefer | Golf, TriPeaks | Wie halte ich die Kette am Leben? | Schnell, mit klaren Sackgassen |
| Paare bilden | Pyramid | Welche zwei Karten ergeben die Zielsumme? | Rechnerisch, wenig Ausweichraum |
| Tableau aufbauen | Klondike, Forty Thieves | Wie decke ich verdeckte Karten auf? | Länger, Fundamente entscheiden |
| Offene Planung | FreeCell | Reicht mein freier Platz? | Fast reines Können, kaum Glück |
Woran man die Schwierigkeit erkennt
Vier Fragen sagen mehr als der Name
Wie viele Karten liegen offen? Was darf in ein leeres Feld — jede Karte, nur Könige, oder gar nichts? Wie oft kommt der Stapel? Und dürfen ganze Kartengruppen bewegt werden oder immer nur eine?
Diese vier Antworten sagen fast alles über eine Variante voraus. Ein Spiel mit offenen Karten, freien Feldern für jede Karte und beweglichen Gruppen geht häufig auf; ein Spiel mit verdeckten Karten, gesperrten Feldern und einem einzigen Stapeldurchgang selten.
Zum Einstieg
Welche Variante passt zu dir?
Für eine kurze Runde zwischendurch: Aces Up oder Golf. Beide sind in einer Minute erklärt und in fünf gespielt.
Für das vertraute Gefühl: Klondike. Es ist das Spiel, das die meisten meinen, wenn sie „Solitaire“ sagen.
Für alle, die lieber planen als hoffen: FreeCell. Nichts ist verdeckt, und fast jede Runde ist mit genug Nachdenken zu gewinnen.
Für einen langen Abend: Spider oder Forty Thieves. Zwei Decks, viele Züge und wenig Nachsicht bei ungenauem Spiel.
Häufige Frage
Sind alle Varianten überhaupt zu gewinnen?
Nein, und die Unterschiede sind groß. Bei FreeCell liegt alles offen, und nahezu jede Runde lässt sich lösen. Bei Aces Up oder Golf hängt vieles daran, in welcher Reihenfolge die Karten kommen — gutes Spiel verbessert das Ergebnis deutlich, garantiert aber nichts.
Kleine Regelunterschiede verschieben das erheblich. Ob ein leeres Feld jede Karte aufnimmt oder nur Könige, ob der Stapel einmal oder beliebig oft kommt: Solche Details entscheiden mehr über die Gewinnchance als der Name des Spiels.
Weiterspielen
Die vollständige Sammlung
Über 70 spielbare Varianten mit ausführlichen Anleitungen — auf Englisch.