Eine ganze Familie

Solitär-Varianten

Solitaire ist kein einzelnes Spiel, sondern eine Familie von Patience-Spielen: manche kurz und glücksbetont, manche langsam und vollständig planbar. Der Unterschied liegt selten im Kartenmuster, sondern darin, wo die eigentliche Entscheidung sitzt.

Auf Deutsch

Spielbar mit deutscher Anleitung

Zwei Spiele mit vollständiger deutscher Anleitung und deutscher Bedienung.

Auf Englisch

Weitere Varianten mit englischer Anleitung

Diese Spiele sind vollständig spielbar, die Anleitungen dazu gibt es bisher nur auf Englisch. Die Kartenbilder tragen ohnehin die englischen Buchstaben A, J, Q und K.

Die Begriffe

Solitaire, Solitär oder Patience?

Alle drei Wörter bezeichnen dieselbe Spielfamilie, sind aber unterschiedlich eindeutig. Wer online sucht, findet unter „Solitaire“ am meisten, und wer im Kartenspielhandbuch nachschlägt, findet „Patience“.

Die drei gebräuchlichen Bezeichnungen
BegriffGebrauchAnmerkung
SolitaireAm geläufigstenDurch die Computerspiele der 1990er der verbreitetste Begriff, auch im deutschen Sprachraum.
PatienceKlassisch und präziseDer historische Kartenspielbegriff. Wer Patience sagt, meint fast immer genau diese Spielfamilie.
SolitärEindeutig nur im KontextWird ebenfalls verwendet, bezeichnet aber auch das Brettspiel mit Steckkegeln und einen einzeln gefassten Edelstein.

Auf dieser Seite werden die Begriffe gleichbedeutend verwendet. „Patience“ steht dort, wo es um die klassische Kartenspielfamilie geht, „Solitaire“ dort, wo der Name eines Spiels ohnehin englisch ist.

Fünf Grundformen

Wie sich Patience-Spiele voneinander unterscheiden

Eine Variante ist nicht einfach ein anderes Kartenmuster. Sie verschiebt die Frage, die du bei jedem Zug beantwortest — und daran lassen sich die Familien am besten auseinanderhalten.

Die fünf Grundformen und ihre Leitfrage
FamilieBeispielDie Frage bei jedem ZugCharakter
AussortierenAces UpWelche Karte darf verschwinden?Kurz, stark vom Geben abhängig
Höher oder tieferGolf, TriPeaksWie halte ich die Kette am Leben?Schnell, mit klaren Sackgassen
Paare bildenPyramidWelche zwei Karten ergeben die Zielsumme?Rechnerisch, wenig Ausweichraum
Tableau aufbauenKlondike, Forty ThievesWie decke ich verdeckte Karten auf?Länger, Fundamente entscheiden
Offene PlanungFreeCellReicht mein freier Platz?Fast reines Können, kaum Glück

Woran man die Schwierigkeit erkennt

Vier Fragen sagen mehr als der Name

Wie viele Karten liegen offen? Was darf in ein leeres Feld — jede Karte, nur Könige, oder gar nichts? Wie oft kommt der Stapel? Und dürfen ganze Kartengruppen bewegt werden oder immer nur eine?

Diese vier Antworten sagen fast alles über eine Variante voraus. Ein Spiel mit offenen Karten, freien Feldern für jede Karte und beweglichen Gruppen geht häufig auf; ein Spiel mit verdeckten Karten, gesperrten Feldern und einem einzigen Stapeldurchgang selten.

Zum Einstieg

Welche Variante passt zu dir?

Für eine kurze Runde zwischendurch: Aces Up oder Golf. Beide sind in einer Minute erklärt und in fünf gespielt.

Für das vertraute Gefühl: Klondike. Es ist das Spiel, das die meisten meinen, wenn sie „Solitaire“ sagen.

Für alle, die lieber planen als hoffen: FreeCell. Nichts ist verdeckt, und fast jede Runde ist mit genug Nachdenken zu gewinnen.

Für einen langen Abend: Spider oder Forty Thieves. Zwei Decks, viele Züge und wenig Nachsicht bei ungenauem Spiel.

Häufige Frage

Sind alle Varianten überhaupt zu gewinnen?

Nein, und die Unterschiede sind groß. Bei FreeCell liegt alles offen, und nahezu jede Runde lässt sich lösen. Bei Aces Up oder Golf hängt vieles daran, in welcher Reihenfolge die Karten kommen — gutes Spiel verbessert das Ergebnis deutlich, garantiert aber nichts.

Kleine Regelunterschiede verschieben das erheblich. Ob ein leeres Feld jede Karte aufnimmt oder nur Könige, ob der Stapel einmal oder beliebig oft kommt: Solche Details entscheiden mehr über die Gewinnchance als der Name des Spiels.

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Die vollständige Sammlung

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